PSYCHOMOTORIK

Bewegung ist der Motor aller kindlicher Entwicklung!

 

Bewegungsbegabte, sportinteressierte Kinder und Jugendliche finden relativ leicht den Weg zum Sportverein ( über Schule, Eltern, Freunde, Spiel- und Sportfeste u. ä. ). Sie finden sich im Verein auch meist gut zurecht, da sie Erfolgserlebnisse haben, Neues dazulernen, Freunde finden, Anerkennung bekommen, Spaß haben usw.

 

Anders jedoch ist die Situation der Kinder mit Bewegungsschwächen, Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten.

Sie werden den Weg zum Sportverein von sich aus nicht gehen, denn

 

  • sie sind sportlich wenig begabt, wenig leistungsfähig, werden also keine Erfolgserlebnisse haben.
  • sie haben oft Schwierigkeiten in der Gestaltung der sozialen Beziehung, finden also nur schwierig Freunde im Verein,
  • sie haben negative Vorerfahrungen bei sportlichen Tätigkeiten gemacht, bei denen meist nach Leistung gemessen und bewertet wurde,
  • die Eltern scheuen sich oft davor, ihre Kinder im Verein anzumelden, da die Kinder auffällig sind,
  • die Übungsleiter sind bzw. fühlen sich überfordert und wissen nicht, wie sie mit diesen Kindern umgehen können.
  • Viele Sportvereine sind stark leistungs- und wettkampforientiert; bei der Bewertung der Fähigkeiten und Fertigkeiten gehen die leistungsschwächeren Kinder schnell unter,
  • Die Gruppen sind oft sehr groß, es werden nur bestimmte Techniken geschult, und es werden zu hohe körperliche Fähigkeiten ( Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Kondition u.ä.) vorausgesetzt.

Psychomotorische Förderstunden im Judosportverein

In den psychomotorischen Förderstunden geht es nicht um das Erlernen oder Trainieren von bestimmten Fertigkeiten und Techniken, im Vordergrund stehen vielseitige und erlebnisreiche Bewegungsaktivitäten nach Inhalten und Zielen der Psychomotorik.

Die Kinder sollen über die Bewegung Erfolgserlebnisse bekommen und sich selbst einschätzen lernen. Wichtig ist, eine allgemeine Bewegungsfreude die 
Kindern oft verborgen geblieben ist bzw. die bei ihnen zerstört wurde.
Das Selbstbewusstsein der Kinder soll über motorische Leistungen, Erfolge gestärkt werden.
Auf eine Leistungsorientierung, auf Zwang und Druck, auf Bewertung wird verzichtet.

Ziel psychomotorischer Förderung ist es

  • die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern,
  • es zum selbständigen Handeln anzuregen,
  • durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit beizutragen.

Zu den Inhalten der Psychomotorik zählen:

Körper- Erfahrungen/Selbst-Erfahrungen
z.B. Wahrnehmung und Erleben des eigenen Körpers, Sinneserfahrungen, Körperbewusstsein, Erfahren der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten

Material-Erfahrungen
Die Kinder sollen über die Bewegung Erfolgserlebnisse bekommen und sich selbst einschätzen lernen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, ihren Bewegungsdrang auszuleben, gleichzeitig aber Erfahrungen der Bewegungskontrolle und der Beherrschung machen.

Sich mit den räumlichen und dinglichen Gegebenheiten der Umwelt auseinandersetzen, sich den Gesetzmäßigkeiten der Objekte anpassen bzw. sie sich passend machen, erkundendes und experimentelles Lernen über Bewegung.


Sozial-Erfahrungen

die als entwicklungsverzögert oder gefährdet gelten

  • die in der Bewegung und /oder der Wahrnehmung beeinträchtigt sind
  • die auffälliges Bewegungsverhalten zeigen ( z.B. Überaktivität, Abwehrhaltung, aggressives oder ängstliches Verhalten, mangelnde Bewegungs- oder räumliche Kontrolle
  • die mangelndes Selbstvertrauen besitzen
  • die soziale Schwierigkeiten haben
  • die in Ergänzung zu therapeutischen Behandlungen eine psychomotorische Gruppenförderung benötigen

KONTAKT
1. Judo Club Ludwigshafen
Robert Keller
Postfach 14 01 58

67021 Ludwigshafen
Tel.: 0174 177 40 66
Mail: 1.JC-Ludwigshafen@live.de
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