WAS IST BATTODO?

Im Jahre 1867 wurde durch den Kaiser Meiji das öffentliche Tragen von Schwertern verboten. Damit verschwand diese jahrhunderte alte Tradition aus dem Focus der Öffentlichkeit.Anfang der 50er Jahre kam es zu einer Renaissance dieser Kunst. Eine Minderheit begeisterter Adepten des Budo formulierte eine Theorie, die besagte, dass die Funktion eines Katana vorrangig das Schneiden und Stechen ist. Es gilt dabei diese Tradition mit der Moderne zu verbinden. Die ursprüngliche Philosophie musste gewahrt bleiben und das Praktizieren des Battodo durfte nicht zu einer rein sportlichen Übung verkümmern.

Im mittelalterlichen Japan waren Schärfe und Stabilität der Klingen eines Samurai von größter Bedeutung. Deshalb wurden die Schwerter nach ihrer Herstellung Tests unterzogen. Die Techniken dazu sind unter dem Begriff Tameshegiri zusammengefasst. Spezialisten prüften die Klingen an gerollten und gewässerten Strohmatten, an grünem Bambus, an Holz oder aber auch an Körpern von hingerichteten Verurteilten.

Unter dem Dach der NIHON BATTODO SO RENMEI, NBSR, organisierten sich verschiedene Gruppen als “Japanische Vereinigung sämtlicher Schnittstile”. Eines ihrer Hauptziele war, ein Maximum an Stilen harmonisch zusammenzuführen. Ältere und Moderne, Kleine und Große. Unter der Federführung von Kato Shinji Sensei wurde der NBSR durch die NIHON BATTODO RENMEI, NBR, ersetzt und verwaltet.

Diese vollkommen unabhängige Vereinigung steht dennoch der ZEN NIHON KENDO DOJO RENMEI, ZNKDR, und der ZEN NIHON KENDO RENMEI, ZNKR, nahe. Somit praktizieren viele Funktionäre und aktive Mitglieder (Schüler wie Lehrer) einvernehmlich Battodo bei der NBR.

Das aktuelle Battodo hat sich den angewandten pädagogischen Richtlinien des modernen Budo verschrieben. Das System der Graduierung ist identisch mit dem des Jaido. So vergibt ein Lehrer in seinem eigenen Dojo 6 Schülergrade und ein nationales offizielles Examen ermöglicht den Erwerb von Dangraden. Entsprechend existieren 3 Kategorien von zertifizierten Lehrern, “Renshi” nach dem 6. Dan, “Kioshi” nach dem 7. Dan und “Hashi” nach dem 8. Dan. Alle diese Regeln garantieren ein einheitliches technisches Niveau, gleiche mentale Fähigkeiten sowie moralische Werte der unterschiedlichen Vertreter des Battodo. (Quelle: Jean-Pierre Reniez – Le Battodo).

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